Zusammenfassung: Die Bilateralen III sichern und erweitern den Zugang der Schweiz zum EU-Binnenmarkt, beenden die Erosion der bestehenden Verträge und eröffnen neue Kooperationsfelder in Forschung, Energie, Gesundheit und Digitalisierung. Die Befürworter-Koalition reicht von der Wirtschaft über die Wissenschaft bis zu 22 von 26 Kantonen [1][5].
Die Bilateralen III bieten der Schweiz nach Einschätzung der Befürworter acht zentrale Vorteile:
Die Bilateralen III beenden die seit Jahren fortschreitende Erosion der bestehenden Abkommen und schaffen einen stabilen, aktualisierten Rechtsrahmen [1][5]. Die Planungssicherheit für die Wirtschaft wird durch klare Regeln zur Streitbeilegung und Rechtsübernahme gestärkt [3][4].
Das aktualisierte MRA-Abkommen sichert den Zugang für Schweizer Industrieexporte im Wert von über 96 Milliarden Franken (2023) -- das entspricht 72% aller Industrieexporte in die EU [4]. Die MRA-Blockade im Bereich Medizintechnik wird aufgehoben [1][5].
Die Vollassoziierung an Horizon Europe, Erasmus+ und weitere EU-Programme sichert den Forschungs- und Innovationsstandort Schweiz [1][5]. Schweizer Universitäten und Forschende erhalten wieder gleichberechtigten Zugang zu EU-Fördermitteln und Netzwerken [5].
Das neue Stromabkommen integriert die Schweiz in den europäischen Strommarkt und stärkt die Versorgungssicherheit -- insbesondere in den kritischen Wintermonaten [1][5]. economiesuisse schätzt die Einsparungen auf bis zu 1 Milliarde Franken jährlich [4].
Neue Kooperationsabkommen in Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ermöglichen den Zugang zu EU-Frühwarnsystemen und Pandemie-Vorsorge [1][5]. Der Handel mit Agrarprodukten wird durch vereinfachte Grenzkontrollen erleichtert [5].
Die Teilnahme an EU-Programmen wie Digital Europe stärkt den digitalen Standort Schweiz [1][5]. Der Zugang zu europäischen Forschungs- und Innovationsnetzwerken im Digitalbereich wird gesichert [5].
In Zeiten globaler Fragmentierung und zunehmendem Protektionismus verankern die Bilateralen III die Schweiz institutionell in Europa [1]. Die strategische Positionierung der Schweiz wird gestärkt [5].
Eine breite Koalition aus FDP, Mitte, SP, Grünen, GLP, Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und 22 von 26 Kantonen unterstützt die Bilateralen III [5]. Die Vernehmlassung ergab eine klare Mehrheit der Befürworter [5].
Dieses Kapitel stellt die positiven Aspekte der Bilateralen III dar. Bei jedem Vorteil werden auch die Einwände der Kritiker dokumentiert. Die kritischen Aspekte des Vertragspakets werden im Kapitel Nachteile für die Schweiz ausführlich behandelt.
[1] EDA (2026). Paket Schweiz-EU (Bilaterale III). Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten. [Open Access]
[3] EDA (2026). Faktenblatt: Institutionelle Elemente. Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten. [Open Access]
[4] economiesuisse (2026). Bilaterale III -- Die beste Option. Dossier Politik. [Open Access] Hinweis: Wirtschaftsdachverband.
[5] Bundesrat (2026). Erläuternder Bericht zur Vernehmlassung. Schweizerische Eidgenossenschaft. [Open Access]
Letzte Aktualisierung: März 2026